„Mutter*sein und der Leuchtturm-Effekt“

Hast du dir diese Frage bisher bewusst gestellt? Was ist es, beziehungsweise welche Fähigkeiten, welche Eigenschaften, welche Merkmale usw., die dir wichtig sind und die dich deiner Meinung nach als Mutter auszeichnen.

Da ich selbst Mutter, „Mama“ bin fällt es mir leichter den Fokus in diesem Beitrag auf diese Elternrolle zu legen. Ich denke, dass sich einige Ansichten auch auf die Vaterrolle beziehen. Darüber hinaus kann es meiner Ansicht nach auch helfen, wenn der männliche Elternteil einen Einblick in unser „Muttersein“ bekommt. Damit spreche ich die Themen an, die mich und ich denke auch andere Frauen als Mama beschäftigen – auch wenn ich hier nur einen Teil dieser Aspekte skizziere.

Ich habe heute Mittag ein Interview für ein Forschungsprojekt, beziehungsweise eine Masterarbeit zum Thema „Mutterschaft“ gegeben und mich dadurch bewusst noch intensiver mit diesem Thema auseinander gesetzt.

Mein Anspruch an mich und die Ziele die ich erreichen wollte waren oft sehr hoch angesetzt. Ich habe mich selbst speziell in leistungsbezogenen Bereichen, sprich im Sport und in der Schule sehr unter Druck gesetzt und wollte zu den Besten gehören. Als Mädchen, bis junge Frau hatte ich den inneren Drang „perfekt“ zu sein (was auch immer das heißt ;-)) und wollte allen beweisen, dass ich dieses Ziel erreichen kann. Jetzt ist mir bewusst, dass diese Messlatte unerreichbar war und ich gelernt meinen Fokus auf andere Prioritäten zu setzen.

Wenn ich etwas durch meine zwei Mädels, welche ich auch im Interview als meine „Lehrmeister“ diesbezüglich erwähnt habe gelernt habe, ist es dass die Kombination von Perfektionismus und „Mama-Sein“ sehr anstrengend, wenn nicht gar selbstzerstörerisch sein kann. Ich habe erkannt, dass dieses Verhalten mir sehr viel Energie nimmt, die mir dann in meinem Alltag als Mama fehlt.

Früher hätte ich das Gefühl gehabt, dass ich versagt habe beziehungsweise buchstäblich gescheitert bin. Doch dieses „Scheitern“ sehr ich nicht als Versagen – nein im Gegenteil. Es hat mir die Möglichkeit gegeben, zu mir selbst zu stehen. Ich bin definitiv nicht vollkommen und habe gelernt, dass ich das auch nicht sein muss.

Ja ich reagiere nicht immer so wie ich es mir wünschen würde und manchmal stört es mich, dass der Haushalt nicht dem entspricht wie ich ihn gerne führen würde – doch was sagt das über mich persönlich aus? Für mich sind andere Dinge und Fähigkeiten und vor allem persönliche Eigenschaften wie Herzlichkeit, Fröhlichkeit und Authentizität in den Vordergrund gerückt.

Meine Mädels sind jetzt gerade bei ihrem Papa und es gibt einiges – speziell im Haushalt zu erledigen. Dennoch sitze ich jetzt gerade hier und schreibe diesen Beitrag – einfach weil ich weiß, dass mir das gut tut und es mir Spaß macht meine Gedanken in Worte zu fassen. Diese Freude lädt meine Batterien und ich kann, wenn Xenia und Zoe wieder bei mir sind, mit vollen Batterien doppelt so präsent sein und auf ihre und meine Bedürfnisse eingehen.

Ich kann definitiv sagen, dass ich immer wieder Phasen hatte wo ich mir selbst im Weg gestanden bin – und meine Mädels haben mich dann knallhart damit konfrontiert. Sie sind für mich meine besten Spiegel und drücken solange auf die „Taste“ bis ich hinschaue. Ich denke jede Mama, die das gerade liest hat gleich eine, wenn nicht mehrere Situationen im Kopf, mit diesem von mir beschriebenen „Spiegeleffekt“.

Durch diese Situationen habe ich gelernt, einen Schritt nach dem anderen zu setzen und meine Muster und Gewohnheiten zu überdenken. Xenia und Zoe haben mir viel aufgezeigt und mir dadurch, auch wenn es teilweise nicht immer angenehm war aufgezeigt, wie ich freier werden kann.

Für mich ist das „Mama-Sein“ eine gemeinsame Reise in der wir die „Leuchttürme“ (diesen Vergleich habe ich aus dem Elterncoaching) sind und unseren Kindern Orientierung geben.

Wir sind für sie Vorbilder und die Frage, wie ich mir für wünsche, dass Xenia und Zoe ihr Leben führen können unterstützt mich in meiner Art wie ich mich verhalte und was ich ihnen vorlebe. Das gelingt nicht immer gleich und auch das darf sein – denn wir Mamas sind keine Maschinen. Ich bin mir dessen bewusst, dass sie sehr präsent sind und auch teilweise nachahmen und auch das wird sich ändern, wenn sie in das Alter kommen in dem sie sich beginnen abzugrenzen. Doch bis dahin möchte ich ihnen Orientierung geben so gut ich kann.

Grenzen sind für mich auf dieser gemeinsamen Reise eine Grundvoraussetzung und diese geben den Kindern auch Halt und Orientierung – doch auch hier ist es ein Übungsfeld und ich lote immer wieder gemeinsam mit meinen Mädels aus wo die Grenze ist. Es ist eine Herausforderung und gleichzeitig hilft es mir dabei meine Grenzen klar zu spüren und dafür einzustehen, was mich auch im Umgang mit anderen Situationen und Menschen sehr unterstützt.

Denn auch das ist wieder etwas, was ich mir von Herzen für Xenia und Zoe wünsche und was sie auch instinktiv machen. Das Gefühl, dass es okay ist für sich selbst und seine Bedürfnisse einzustehen und dies zu kommunizieren ohne Angst davor zu haben, dass sie damit jemand verletzen könnten. Die Voraussetzung dafür ist meiner Meinung nach, dass ich einen guten inneren Kompass habe und mich immer frage, wie es mir gehen würde, wenn das jemand bei mir macht und auch dementsprechend rücksichtsvoll agiere.

Dies ist für mich eine weitere wichtige Vorbildfunktion, an der sich unsere Kinder orientieren und lernen für sich selbst und ihre Bedürfnisse einzustehen. Dank meiner Geschichte, dem Weg den ich bis jetzt gegangen bin und der Unterstützung von einigen Stunden an Therapie, Beratung und Selbstreflexion habe ich mich viel mit mir selbst und meinen Werten auseinander gesetzt und vertraue meinem inneren Kompass. Das bedeutet nicht, dass das Voraussetzung ist, dass ich meinen Kindern diesbezüglich eine Hilfe sein kann, denn jeder innere Kompass ist unterschiedlich stark ausgeprägt und wurde auch unterschiedlich stark verändert, beziehungsweise ist vom eigenen Kurs abgekommen.

Dennoch denke ich, dass es ein sehr wertvolles Tool ist, wenn ich als Mama mir meiner Werte bewusst bin und auch weiß, was mir wichtig ist und was nicht. Doch nicht nur das „Wissen“, sondern auch das Umsetzen sind entscheidend und genau das ist oft ein Widerspruch.

Wie sieht es denn bei dir aus? Welches sind deine Werte und was würdest du deinen Kindern gerne vorleben und machst du das auch?

Mit meinen Erfahrungen und den Tools und Werkzeugen, welche ich in der Ausbildung zur Lebens- und Sozialberaterin erlerne kann ich dich dabei unterstützen genau dieser Frage auf den Grund zu gehen. Ich begleite dich dabei deine Werte in die Tat umzusetzen. Denn dein innerer Kompass gibt deinen Kindern Sicherheit und stärkt sie darin sich auf ihren Kompass- ihre Intuition zu verlassen.

Denn du bist die beste Mama für deine Kinder und du bist ihr Vorbild und ihr Leuchtturm, der ihnen die Orientierung gibt.

Wir Leuchttürme halten zusammen, damit unser Strahlen noch stärker wird und wir auch in der Dunkelheit Sicherheit und Schutz bieten können. Zusammenfassend würde ich sagen – ich will eine Mama sein, die für ihre Kinder der Fels in der Brandung ist und ihnen das Gefühl geben kann, dass sie mit allem was auch ist zu mir kommen können, denn sie wissen, dass ich sie liebe – und das fängt mit der Liebe zu mir an.

Ich freue mich, wenn ich dich auf deiner Reise als Mama ein Stück begleiten kann und du mich für ein unverbindliches Gespräch kontaktierst.

Von Mama zu Mama

Alles Liebe

Deine Christina

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