Du denkst dir jetzt vielleicht – komische Frage – ich weiß doch ganz genau wer ich bin 😊. Doch ich meine nicht das, was du darstellst, deinen Namen, dein Aussehen, dein Alter, Familienstand etc. In diesem Beitrag möchte ich dich dazu animieren dich besser kennen zu lernen, beziehungsweise deine vielen Gesichter und Anteile, die dich und deine Persönlichkeit ausmachen.
Die Faschingszeit ist gerade vorüber und egal ob du ein Faschingsmensch bist oder nicht behaupte ich, dass auch du ab und zu eine Maske trägst.
Ich meine damit eine Maske im übertragenen Sinn. Stell dir mal diese Situation vor: Du bist in einem Raum voller Menschen und jemand beleidigt dich, beziehungsweise macht etwas, das dich verletzt. Was machst du? Bleibst du ruhig und lächelst diese Konfrontation und damit deine Gefühle einfach weg – weil das ja sonst peinlich sein könnte. Oder zeigst du deine Gefühle offen und ehrlich und konfrontierst damit dein Gegenüber.
Zugegeben, das war jetzt ein Beispiel, das hoch angesetzt ist – aber auch in vielen anderen alltäglichen Situationen fällt es uns leichter, uns hinter einer „Maske“ zu verstecken. Diese Maske bedeutet Schutz und ich bin ehrlich – ich habe diese Maske auch lange getragen und trage sie ab und zu nach wie vor.
Was sich jedoch an meiner Haltung dazu verändert hat ist, dass ich mir inzwischen dessen bewusst geworden bin. Dadurch habe ich die Wahl und kann meinen Gefühlen und Emotionen freien Lauf lasse.
Ich habe durch viele Erfahrungen, Therapien und Selbstreflexion gelernt, dass es okay ist, dass ich meine Gefühle zeige – nicht immer und nicht überall- aber in Momenten und Situationen, in denen es für mich wichtig ist. Diese Art mit meinen Emotionen und Gefühlen umzugehen gibt mir Freiheit und erleichtert mir mein Leben ungemein. Ob das bei meinen Gegenübern immer der Fall ist, kann ich nicht einschätzen, aber da diese auch erwachsen sind traue ich mich inzwischen immer öfter sie damit zu konfrontieren.
Denn schlussendlich gehören diese Anteile, diese Emotionen und Gefühle – meine vielen Gesichter – wie es Virginia Satir ausdrücken würde zu mir. Sie sind ein Teil von mir und wenn ich sie „wegsperre“ dann sperre ich gleichzeitig einen Teil von mir Selbst hinter imaginäre Gitterstäbe. Dieses Phänomen wird in dem Buch „Meine vielen Gesichter (Virginia Satir)“ als „emotionales Gefängnis“ bezeichnet.
Sie beschreibt, dass wir aufgrund von Werten und Normen und unserer Erziehung Anteile von uns, welche nicht „gesellschaftsfähig“ sind zu verbergen. Das führt dazu, dass wir uns von uns selbst entfernen. Es kann sogar soweit gehen, dass wir uns selbst fremd werden und den Zugang zu unseren Emotionen und Gefühlen verlieren. Dieses Gefühl ist unglaublich schmerzhaft und kaum auszuhalten. Ich weiß nicht, ob du diesen Schmerz kennst und wenn ja, möchte ich dir jetzt mit diesem Beitrag den Mut geben etwas zu verändern. Du hast die Kraft dich selbst wieder zu finden – nicht sofort und es erfordert Einsatz. Ich kann dir jedoch aus eigener Erfahrung versichern, dass es sich definitiv rentiert.
Du bist gut so wie du bist und einzigartig mit allem, was zu dir gehört und da gehören deine Emotionen und Gefühle unweigerlich dazu. Ich habe lange gebraucht, bis ich das verstanden, beziehungsweise besser gesagt, bis ich es verinnerlicht habe. Der Weg vom Kopf zum Herzen ist oft länger als gedacht und ich weiß definitiv, von was ich spreche.
Ein guter Ansatz ist in seinen Körper zu hören und zu fühlen, denn dort werden all unsere Gefühle und Emotionen gespeichert. Wo zum Beispiel merkst du es, wenn du wütend bist. Ich merke dieses Gefühl im Bauch – genauso wie ich Trauer spüre, in dem ich kaum noch atmen kann.
Doch inzwischen weiß ich, was mir mein Körper sagen will – denn unser Körpergedächtnis ist unglaublich wertvoll und eine unglaubliche Unterstützung. Diese Verbindung und der Zugang zu diesem Bewusstsein ist ein Schatz, den ich mir über Jahre erarbeitet habe und ich möchte ihn nicht mehr missen.
Zugegeben, es gibt Tage oder Situationen, da verfalle ich wieder in meine alten Gewohnheiten und Muster – aber mein Körper weiß inzwischen, wie er mich wieder zurückholen kann. Diese Wechselwirkung zwischen Körper, Seele und Geist ist sehr spannend und eine große Stütze.
Wie sieht es denn bei dir aus – bist du dir deinen Körpersignalen bewusst und wie gehst du mit deinen Gefühlen, Emotionen um? Kennst du deine vielen Gesichter – auch die, die du gerne verstecken würdest?
Diese Fragen kannst du dir gerne durch den Kopf gehen lassen und ich unterstütze dich sehr gerne dabei, wenn du dich, deine Emotionen und deine Körpersignale noch besser kennenlernen möchtest.
Denn nur wenn wir alles, was zu uns gehört akzeptieren -und das ist definitiv nicht immer leicht 😉 – nur dann sind wir frei und können uns Selbst sein.
Dieses Selbst kennst du am besten und dennoch kann es durch verschiedene Umstände passieren, dass du dich von diesem Wissen abwendest. Ich begleite dich gerne mit meiner persönlichen Erfahrung, meinem Wissen und meinen Tools, welche ich in der Ausbildung zur Lebens- und Sozialberaterin bereits erworben habe. Gemeinsam gehen wir auf Entdeckungsreise und finden deinen Zugang zu deinen Gefühlen, deinem Körperbewusstsein und Gedächtnis und deinen vielen Gesichtern.
Ich freue mich von dir zu hören, melde dich gerne für ein unverbindliches Erstgespräch.
Alles liebe
Christina mit ihren vielen Gesichtern 😊 und Familie